Samstag, 24. September 2016

Post kommt oft



In den letzten Tagen haben mich zwei interessante Kommentare erreicht. Der eine betrifft meinen Blogeintrag "Ping Pong". Henning DF9IC schreibt dazu:
Hallo Anton,
neben Beugung und Troposcatter steht allen Funkamateuren, insbesondere auch denen in flachen Lagen, Flugzeugreflexion als Ausbreitungsmode offen - alles, was nötig ist, ist ein möglichst freier Horizont. Jedes Grad zählt, halbe auch schon. Zufällig war grade gestern abend NAC/IAC/UKAC für 23 cm. Aus UK habe ich innerhalb 30 Minuten erreicht: G3XDY 634 km SSB laut, G4BAO 705 km CW easy, G4CLA 802 km SSB grenzwertig, G8XVJ/p 879 km SSB. Über Belgien sind halt viele Flieger unterwegs, und ich habe ein gutes Take-off zu den Inselaffen. Aber 600 km gehen auch bei weniger günstigen Verhältnissen. Das ist auch Ping-Pong, mit einer Bande. Dass die Flieger viel kleiner sind als ein Berg, muss man halt über Sendeleistung und Antennengewinn ausgleichen.
Gruss Henning DF9IC
Danke lieber Henning. Flugzeugscatter ist ein interessanter Ausbreitungsmodus, den ich hier (1, 2) auch schon erwähnt hatte. Doch wie du in deinem letzten Satz sagst: Dazu braucht es Power. Während wir uns für unser Ping-Pong Spiel im Bereich von maximal 1kW EIRP bewegen, brauchts für Erfolge mit Flugzeugscatter auf 23cm, wie du sie beschreibst, vermutlich Leistungen gegen 100kW EIRP.


Zu meiner Erwähnung des KX2 in meinem Bericht über Monaco, hat mir Juergen einen Erfahrungsbericht über dieses Gerät geschickt:
Hatte zwar heute richtige Arbeitslust was die Holzarbeiten angeht. Aber am na-Mittag kam Carsten und hat auch noch "gezimmert".
das war mir dann ein bischen zuviel Tumult und ich habe mich "dankbar" ins shack verzogen.
Nochmal das HB studiert und die empfohlenen Einstellungen fuer SSB Betrieb mit dem eingebauten Mikro (im Gehaeuse ist ein 1mm Loechlein) vorgenommen. Manchmal stehe ich mit dem gelesenen Text und dem was "passiert" auf kriegsfusz, aber irgendwann erschienen doch die beschriebenen Anzeigen und die Knoeppe machten das was da im HB stand und dann klappte es auch mit Phoniebetrieb:
Erste Station IO4ENG - so eine special enigma event stn. Gab mir frdlw. 5&9 er war mit 20dB ueber S9 (ohne VV) zu hoeren; an der
38-Euro-Bausatz 23m HEF aus Holland. (40m) Die 2te Station war auch aus I - gab mir 5&8 er kam mit 5&9 an - hatte auch 100Watt, seine ANT weisz ich nicht mehr. Von daher bin ich voll zufrieden, zumal er noch die ausserordentlich klare Mod. erwaehnte. Ich hatte auf max 5W Output eingestellt. Dann konnte ich auch die Filtereinstellung testen, weil irgendwo so eine weitab, "hochfrequent" qaekende Station qrm machte. Dieser immer wieder aufkomemnde typische Fall, der sich bspw. im SDR Twente immer ganz gut beseitigen laesst: wenn da die Filterflanke optisch den quaekenden Anteil verlaesst ist auch nichts mehr davon zu hoeren. Hier erst anders, eher aehnlich wie bislang mit der doppelten PB-Tuning an den Icoms, auch am IC7300: man kann die Bandbreite verringern, das hilft ein bischen und wenn man dann die PB Tuning vom Stoerer weg bewegt tut sich trotzdem nicht mehr viel, ist der Quaeker weggeregelt leidet auch die Verstaendlichkeit des Sollsignals extrem. Nicht so hier beim KX2: Bandbreite auf noch brauchbare 1.9khz runtergeregelt und dann die Mittenfrequenz des Filters verschoben (so wirds jedenfalls beschrieben und optisch angedeutet). Aber, was immer die auch machen, die Tonlage des SSB-Signals bleibt erhalten und bei ca. 1,5 khz Versatz war der "Piepser" nicht mehr zu hoeren. Das Sollsignal aber weiterhin klar verstaendlich. Kann sein dass ich beim IC7300 noch was falsch mache um gleiches Ergebnis zu erzielen, aber beim KX2 ging das "intuitiv" und hat mich wirklich begeistert. - Na und dann nach 2 Stunden Spielerei die Ueberraschung: habe den mAh-Zaehler aufgerufen: 169mAh !
Inklusive der 2 Phonie-QSOs. Gehe mal davon aus dass da am Verbrauch nix VW-like geschoent ist und die Werte stimmen..hi
Ich werde den externen 3500mAH NiMH-"Fernsteuer"-Akku (stammt noch vom DL1UD als er noch zur HAM-Radio gefahren war !!) mal dran lassen und gucken was da an nutzbarem Inhalt zusammen kommt. Uebrigens, am Rande, hatte mal nach den seit jahren immer wieder angekuendigten Brennstoffzellen-Generatoren geguckt. Einzig brauchbares ist so ein kleines Dingelchen fuer Handys, macht aber leider nur "USB"-Spannung und von Groesse, Gewicht und dem Preis der Gaspatronen her vollkommen inakzeptable im Vergleich mit NiMH Akkus und wenn man tatsaechlich Li-Akkus nehmen will, dann schlagen die mit 2,6 Ah und deren Volumen auch diesen Wasserstoff-Apparat. (Kostet rd. 200 Euro). Der Li-Akku beim QRPeter so 60 oder 70 Euro.
So, das wars fuer den Anfang...
73Juergen
Danke lieber Juergen.


Bild: Überraschende Begegnung bei einer Wanderung oberhalb Monaco. Das schöne Tier war etwa 1.5m lang. Die Schlange gehöre zu einer harmlosen Gattung, wurde mir versichert.






Mittwoch, 21. September 2016

Ping Pong auf 23cm

Das 23cm Band ist unser Tor zu den Mikrowellen und ein spannendes Experimentierfeld für technisch interessierte Funkamateure. Zwar gibt es (noch) je ein Gerät von Kenwood und Icom, das dieses Band in Allmode-Ausführung beinhaltet und auch Antennen sind käuflich. Doch günstiger ist ein Transverter und eine Selbstbau-Yagi.

Über Transverter habe ich hier bereits geschrieben.
Und über den Bau einer einfachen Yagi für das 23cm Band habe ich hier berichtet.
Auch über den Selbstbau eines Vorverstärkers und einer Endstufe wurde in diesem Blog bereits berichtet.

Diesmal will ich von einem spannenden Experiment erzählen, das Hansjörg HB9EWH und ich gestern Abend gemacht haben. Auf 1296.2 MHz in SSB. Mit je 20W und kurzen Yagis.

Hansjörgs QTH ist zwar nur 32km von meinem entfernt, doch eine Direktverbindung im 23cm Band ist mit unserem bescheidenen Equipment schwierig, denn im Pfad liegen diverse Hügel und wir haben je einen von ihnen direkt vor der Nase.

Wie auch auf 2m und 70cm, spielen wir deshalb am besten über Bande. Darüber habe ich hier bereits berichtet.  Während uns für 2m und 70cm der 1607m hohe Chasseral im Jura-Gebirge als passiver Reflektor dient, haben wir auf 23cm mit dem 2175m hohen Gantrisch in der ersten Alpenkette einen valablen Reflektor gefunden. Beides sind übrigens SOTA-Berge (siehe Links)

"Doch wie wäre es, wenn wir beide Berge benutzen würden", haben wir uns gefragt. Denn ich bin näher am Chasseral dran, und die Fresnelzone ist für mich in diesem Fall weniger durch Hindernisse betroffen. Bei Hansjörg ist es gerade umgekehrt. Der Gantrisch liegt im näher.

Die beiden Berge "können sich sehen" und die Fresnelzone zwischen ihnen ist für die 23cm Wellen nur wenig beeinträchtigt. Zudem hat die Felswand des Gantrisch den richtigen Winkel um Ping Pong zu spielen. Die Voraussetzungen sind also gut.

Trotzdem waren wir erstaunt, als die Verbindung auf Anhieb zustande kam. Notabene mit besseren Signalen als bisher bei einer Verbindung nur über eine einfache Reflexion am Gantrisch.
Durch Drehen der Antennen konnten wir die beiden Reflektoren identifizieren. Ein Versuch, anstelle des Gantrisch das nur wenige Kilometer östlicher gelegene Stockhorn zu benutzen, schlug fehl. Dabei ist das Stockhorn ein sicherer Wert für UKW Verbindungen aus seiner Nähe via Reflexion in die Nordschweiz und den Schwarzwald, wie mir noch aus den 2m AM-Zeiten in Erinnerung ist. Doch seine markante Felswand hat nicht die richtige Position um die Wellen zum Chasseral optimal weiterzuspielen.

Die gesamte Ping-Pong Strecke beträgt übrigens 106 km. Die SSB Signale waren zwar schwach aber Q5 und stabil. Nun sind wir gespannt, wie es im Winter aussieht. Die Versuche gehen weiter - wir sind uns einig: dieses Experiment war erst der Anfang. Auf beiden Seiten basteln wir bereits an 10 GHz Stationen, um herauszufinden, ob auch bei 3cm Wellenlänge das Ping Pong Spiel funktioniert.

In der Ebene, wo keine prominenten Reflektoren in Sicht sind, sieht es natürlich anders aus. Dort muss sich der Funkamateur auf Diffraktion und Troposcatter verlassen. Ein hartes Brot für 23cm ist vermutlich das Hügelland abseits der Alpen. Zumal viele QTH¨s dort in den Tälern liegen.

Auch für Breitbandverbindungen wie das HamNet ist unser Experiment kein Lichtblick. Im Gegensatz zu schmalbandigen Betriebsarten braucht es dort in den meisten Fällen eine Sichtverbindung zwischen den Stationen.

Höhenprofil der gesamten Strecke (Bild HB9EWH):


Die Ping Pong Strecke im Überblick (Google Earth Screenshot):  





Montag, 19. September 2016

Funken aus Monaco


Die letzten zwei Wochen habe ich an der Côte d'Azur verbracht, und im Gegensatz zu vergangenen Jahren habe ich darauf verzichtet in dieser Zeit zu bloggen.
Funktechnische Neuigkeiten gab es ja kaum zu vermelden und meine diversen Portabel-Antennen habe ich bereits zur Genüge beschrieben.

Dieses Mal waren wir in Eze, einem touristischen Städtchen zwischen Nizza und Monaco (Bild1). Bereits dort gab es soviel zu sehen und zu erleben, so dass ich das Schreiben völlig vergaß.

Ein besonderes Highlight ist natürlich Monaco - eine Stadt wie ein Termitenhügel und ein Beispiel dafür, wie man viele reiche Leute auf kleinem Raum unterbringt:



Die Stadt ist sehr interessant, blitzsauber und mit einem Polizisten auf 67 Einwohner und totaler Kamera-Überwachung ein sicherer Ort. Die Autos fahren durch ein Gewirr von Tunneln und die Touristen und Einwohner überwinden die Höhen der Stadt über Rolltreppen und Aufzüge. Platz für einen Flughafen hat Monaco natürlich keinen, dafür einen Hubschrauber-Service von und zum Airport von Nizza.

Doch für Funkamateure ist Monaco ein hartes Brot. Zwar sind die Vorschriften großzügiger als in Frankreich - das ganze 160m Band ist freigegeben, ebenfalls 70 MHz. Doch eine eigene KW-Antenne aufzubauen, dürfte nur wenigen Einwohnern gelingen.
Aber es gibt einen Amateurfunk-Club in Monaco, den ARM.

Touristen dürfen natürlich mit CEPT Lizenz funken, doch da wird es schwierig. Denn einen Parkplatz für die Mobilstation unter freiem Himmel zu finden, ist fast unmöglich. Besitzer von Camping-Cars sollten es sich ganz aus dem Kopf schlagen. Es gibt zwar ein Parking für Camper unter dem Stade Louis II à Fontvieille, doch funken kann man von dort natürlich nicht.

So bleibt dem OM nichts anderes übrig als der Funk per pedes. Zum Beispiel von einer Bank in einem der wunderbaren Pärke. Vielleicht gar vom exotischen Garten, der sich hoch oben auf einem Felsen befindet, und einer der schönsten ist, den ich je besucht habe. Oder vom Felsen vis à vis mit dem Fürstenpalast, der Altstadt und dem ozeanographischen Museum.




Ein KX2 mit Teleskopantenne wäre vermutlich gerade das richtige Equipment für ein derartiges Unterfangen. Ein 3A2 Prefix garantiert auch einer QRP-Station ein Pile-up.




    

Montag, 29. August 2016

HAARP wird wieder eingeschaltet



Für Verschwörungstheoretiker habe ich eine interessante Nachricht:
HAARP wird wieder in Betrieb genommen. Denn die riesige Sendeanlage in Alaska hat einen neuen Besitzer gefunden: die Universität von Fairbanks.

Die Klubzeitung HB-Radio der USKA (Union Schweizer Kurzwellenamateure) hatte Anfang 2013 darüber berichtet. In diesem Artikel wurde u.a. behauptet, dass mit HAARP u.a. das menschliche Bewusstsein beeinflusst werde. Ziemlich krass für das Organ eines wissenschaftlichen Hobbys.

Um solchen Gerüchten zu begegnen, hat nun die neue Besitzerin die Türen dem Publikum geöffnet, wie die Alaska Dispatch News schreiben.

Bild: Antennenfarm des Andøya Space Centers auf den Vesterålen. Leider war gerade niemand dort, als ich die Anlage besuchte. Doch das Tor stand offen und so bin ich mal durch die Antennenreihen gefahren und habe ein paar Bilder geschossen ;-)

Montag, 22. August 2016

Yaesu's Problemkind erhält einen Nachfolger: den FT-991A

Nach der Einführung des IC-7300 hat nun ICOM mit dem IC-7610 den Nachbrenner gezündet.
Um nicht ins Hintertreffen zu geraten musste Yaesu nachziehen.
Deshalb wurde jetzt der FT-991 aufgebrezelt. Der FT-991A soll nun über eine echte Spektrumsanzeige verfügen, die gleichzeitigen Empfang erlaubt.
Die OM, die erst vor kurzum einen FT-991 gekauft haben, werden sich wohl ein wenig verschaukelt fühlen. Doch der Yaseu Mannschaft bleibt nichts anderes übrig, wenn sie im Rennen bleiben will.

Hier der Yaesu Stand an der Tokio Ham Fair:


Ob der ebenfalls gezeigte FT-891 ein grosser Erfolg wird, bleibt abzuwarten. Ein KW-Mobilgerät ist meines Erachtens kein Mainstream-Produkt.

Im folgenden Video ist der IC-7610 von ICOM auf der Tokio Ham Fair zu sehen:



So eine Art IC-7300 mal zwei ;-)

Sonntag, 21. August 2016

Take it easy



Aus Neugier habe ich kürzlich in meinen Spam-Ordner geguckt. Und neben all der unerwünschten Werbung diese Meldung von Olaf Grundmann DM2CM gefunden:

-- ich möchte mal von Angesicht zu Angesicht im techn. Wettstreit treten das wird peinlich Kol. HB9ASB
wie war das mit dem Lötkolben wo was heiß wird :-(
wie man mit so wenig Fachwissen im Internet auftreten kann das ist abartig, solche Webseiten braucht keiner !
Angehängt war ein umfangreiches PDF. Gerne gebe ich Olaf die Möglichkeit, darzulegen, wieso er mein Blog nicht mag. Hier der komplette Text seiner Botschaft:

Verschone doch die AFU Gemeinede mit diesem Steckdosenfunker Unsinn HB9ASB Nun habe ich die ersten QSO's mit dem ICOM IC-7300 und dem Yaesu FT-991 gefahren und dabei weitere Erfahrungen gesammelt. Manchmal habe ich mich dabei im Dschungel der Menüs und Einstellungen verloren und bei beiden Geräten ist es mir passiert, dass ich plötzlich wie der Ochs vorm Berg stand. In der Schweiz steht übrigens nicht der Ochs vorm, sonder der Esel am Berg. Doch das Resultat ist das gleiche: Rien ne va plus. Wieso kann ich jetzt die Bandbreite nicht mehr einstellen (beim Yaesu)? Wieso geht das Mikrofon plötzlich nicht mehr (beim Icom)? Ist das Gerät schon kaputt? In beiden Fällen half ein intensives Studium des Handbuches. Die Beispiele zeigen, wie komplex die Geräte geworden sind. bla bla mach ich ohne Manual ich kenne alle Geräte der letzten 25 Jahre mit org. Zubehör dazu Doch kaum einer wird alle Funktionen nutzen. Man pickt sich die raus, die man braucht. Je nach Interessenlage. So habe ich u.a. mal die vielfältigen Contest-Funktionen, den Relaisbetrieb und den Scanner außen vor gelassen und mich dem gewidmet, was mich besonders interessiert: Zum Beispiel der Frage: Wie ist die Modulation? Beim IC-7300 war diese Frage rasch beantwortet: Er klingt bereits mit den Werkseinstellungen und dem mitgelieferten Handmikrofon ausgezeichnet. Wem das nicht reicht, der hat genügend Einstellmöglichkeiten um Abende mit Modulations-Tests zu verbringen. Nur Regler Bass + Treble einfachste Sache der Welt bei allen Icoms seit über 15 Jahren so den Yaesu EQ gibt´s seit 10 Jahren ab FT 950 unverändert Bei FT- 991 war es ein wenig anders: Denn am mitgelieferten Uralt-Mikrofon MH-31 hat sich nichts geändert, und dieses klingt mit seiner dynamischen Kapsel so, als würde man in einen Yoghurt-Becher sprechen. Das ist auch beim FT-991 nicht anders. Restloser Unsinn geht am FT 991 Ftdx 1200,3000 d.h. Ab 2012 geänderter Mikrofoneingang nun geht das mit EQ u. Hunderte Ömer haben das schon erledigt ( z.T. mit Hilfe auch von mir „ Fachwissen „ eben ) Zwar haben sich die Yaesu-Ingenieure einen parametrischen Equalizer ausgedacht. Doch dessen Einstellung ist so kompliziert, dass man nicht nur Abende, sondern Jahre mit Modulations-Tests verbringen kann. Ja du bestimmt weil der 3x Parametrische EQ zu kompliziert ist weil man nicht weis was in der menschl. Stimme so enthalten ist u. was wichtig Kalter Kaffee ist das Mir fehlte die Geduld und so habe ich zum Mikrofon von Joachim Münch DF4ZS gegriffen, das ich bei den FT-8x7 Geräten im Einsatz habe. Joachim ist übrigens seit letzten Oktober SK, wie ich mit Bestürzung erfahren habe. Er war ein sehr kompetenter und liebenswürdiger OM. Sein Geschäft wird jetzt durch Ivonne DO2AL und Harry DO5AL weitergeführt. Mit diesem Mikrofon war die Modulation perfekt. Und zwar ohne den Clipper einzuschalten, nur mit der Elektret Kapsel alleine! Ja MH 31 Electret hab ich Tausende gebaut aber das braucht man ja nicht laut deiner Anleitung nur das Cop. C ändern ( hat zwar nur auf den Bass Einfluß weil das ein Hochpass darstellt Kapsel + C aber egal haupsache ich hab was geschrieben ) und richtig reinbrüllen <<<<<< ist vom dir der Quatsch ! Doch das ist noch nicht alles: Die Modulation des Yaesu war wesentlich kräftiger als die des Icom, und dies ohne den Compressor des Transceivers zu benutzen. Eine klare, saubere und unverzerrte SSB-Modulation mit einem PAPR, wie ich es bisher höchstens beim IC-765 angetroffen habe. Der FT-991 ist in SSB ein Hammer! Das PAPR - auch Crest-Faktor genannt, heißt ausgeschrieben "Peak to Average Power Ratio". Auf Deutsch: Verhältnis von mittlerer Sprechleistung zu Spitzenleistung. Je höher die mittlere Sprechleistung zum PEP-Wert ist, desto kräftiger ist ein SSB-Signal. So kommt es, dass ein Transceiver zwar 100W PEP bringt, aber nur schwach auf der Brust ist, während ein anderer mit 100W PEP ein viel kräftigeres Signal hinstellt. Oft ein Grund, um ganze Foren mit Unverständnis und verqueren Ansichten zu fluten. 100W sind in SSB eben nicht gleich 100w ;-) Mir sind schon Unterschiede bis zu 10dB begegnet. Ein Unterschied, der dem Einsatz einer Kilowatt-Endstufe entspricht! Was ist das für ein Geheimniss ? Einfach messen mit PEAK – Hold fertig ! , Electronische ….... EQ – Geheimnisse : ( Yaesu seit FT 950 also nix neues im FT 991 alter Kram ) YAESU PROC bitte nicht benutzen ! AJ3 TX BPF : 100 – 2900 ( Tx Bandbreite ) EQ3 Einstellung Vorschlag für Yaesu für FT – DX 1200 / 3000 / 5000 / 9000 / FT 991/ FT 2000 FT 950 mit 3 Band Equalizer Erklährung : FRG Frequenz einstellen LVL Level anheben / absenken + 10 / - 20 BW gewünschte Bandbreite der Frequenz 1 schmal 10 breit ***************************************************************************** mit Electretmikrofon : EQ1 : Bass Frequenz 100 – 700 Hz zum aussuchen / einstellen ( 100 – 300 Hz ) meist absenken FRG : Frequenz ( 300 Hz ) mehr Bass : 200 Hz LVL : Level – 20 bis + 10 ( - 8 ) + 5 BW : ( Frequenzbreite ) 1- 10 ( 7 ) + 3 EQ2 : Mittlere Frequenzen 700 – 1500 Hz ( 800 – 1200 ) immer absenken FRG ( 900 Hz ) LVL ( - 5 ) BW ( 7 ) EQ3 : Treble Frequenzen 1500 – 3200 Hz ( 2500 – 2800 ) immer anheben FRG ( 2600 Hz ) LVL ( 7 – 10 ) BW ( 3 ) ist so bei allen YAESU gleich ( ab FT 950 bis FT DX 9000 ) - FT 950,991,1200,2000,3000,5000,9000 - __________________________________________________________________________ 1. einfache Kontrolle mit Monitor ( „ MONI „ ) Kopfhörer anstecken PWR auf Min. u. anhören, wobei der SP besser geht als der Kopfhöreranschluß ! __________________________________________________________________________ ICOM : COM : 1 – 2 die Ansteuerung ist so einfacher bei Icom TRX TBW : 100 – 2900 ( Tx Bandbreite ) Bass : - 1 >>> + 2 Treble : + 3 >>>> + 5 je nach Stimme __________________________________________________________________________ KENWOOD : TS 480,590, 2000,990 ( Tx Sendebandbreite außer 480 : 100 – 2900 Hz ) PROC bitte nicht benutzen ! EQ – Tx Vorgaben : High Boost 1 / 2 ( oder diese als Grundlage für „ U „ - User der über ARCP sich einstellen lässt benutzen . nicht TS 480 da geht das anders zu machen aber das kenne ich auch wie was .

Soweit das PDF. Leider musste ich es konvertieren, da ich PDF Dateien nicht ins Blog übernehmen kann. Ich hoffe, dass ihr gleichwohl versteht, was Olaf meint.

Bild: Take it easy



Donnerstag, 18. August 2016

Die Sonne wird schwächer

Das war der Titel, den ich im alten Blog meinem Beitrag vom 27. November 2013 gegeben habe. Folgendes habe ich vor knapp drei Jahren geschrieben:

Die Sonne wird schwächer
Veröffentlicht am 27. November 2013 | 4 Kommentare
Liegt das Maximum des 24. Sonnenzyklus schon hinter uns? Betrachtet man das neuste Bild von NOAA mit den Sonnefleckenzahlen, liegt der Schluss nahe. Auf jeden Fall hat der laufende Zyklus die Erwartungen nicht erfüllt. Die Prognosen waren zu optimistisch. Die rote Linie ist noch ein Rest der Prognose, die bereits mehrfach nach unten korrigiert wurde: siehe oben


Hoffentlich habt ihr bis jetzt profitiert und auf 10m viel DX gemacht? Denn der nächste Zyklus könnte noch wesentlich schlechter ausfallen. Ein Anzeichen liefert der Sonnenwind, der auf der Erde anhand seiner Auswirkungen auf das Erdmagnetfeld beobachtet wird.


Ich habe diesen Ap Index schon längere Zeit im Auge und die mir zugänglichen Daten gestern mal in ein Diagramm verwurstelt: siehe oben


Natürlich bin ich nicht der erste, dem dieser stetige Rückgang auffällt. ProfessorMike Lockwood von der Reading University in England beschäftigt sich schon längere Zeit mit diesen Daten, die von der USAF erhoben werden. Er kommt zum Schluss, dass der Rückgang des Sonnenwindes noch nie so stark war, wie in der heutigen Zeit. Seines Erachtens deutet das darauf hin, dass uns wieder eine kleine Eiszeit bevorsteht, wie das im Maunder-Minimum oder, etwas schwächer, im Dalton Minimum der Fall gewesen ist.
Natürlich sind diese Beobachtungen sowohl bei den “Klimahysterikern” wie bei den “Klimaleugnern” nicht unbemerkt geblieben. Die einen behaupten, es sei nur das CO2, das das Klima beeinflusse und die anderen glauben, dass die Sonne auch etwas dazu zu sagen habe. Was mich betrifft: ich gehöre nach wie vor zu den Klimaagnostikern ;-) Obwohl mir kürzlich jemand gesagt hat, dass die Agnostiker (es ging dabei um religiöse Fragen) “Vögel” seien, die ihre Köpfe in den Sand stecken würden.
Heute morgen bin ich noch auf ein Diagramm gestoßen, das den Ap Index über einen Zeitraum von 1932 bis zum Dezember 2008 darstellt. Interessant ist der rapide Abfall in den letzten Jahren:
Quelle: Watts Up With That
Wie dem auch sei. Profitiert noch vom abklingenden Zyklus 24. Es könnte sein, dass wir nie mehr so gute Bedingungen auf den KW Bändern erleben werden.
Wie sieht es heute aus? 
Wo befinden wir uns im gegenwärtigen Sonnenzyklus? Ende 2013 sah es  aus, als läge das Maximum bereits hinter uns. Doch dann kam die Überraschung: 2014 erfolgte nochmals ein Anstieg und wir profitierten von einem Doppelmaximum.

Doch dann ging es bergab. Und zwar noch heftiger, als es die "Sonnen-Propheten" von der NASA vorhergesagt hatten. Inzwischen sind wir hier:





























Das ist der Stand der Sonnenflecken Ende Juli 2016. Das Maximum liegt definitiv hinter uns, und vor uns liegen die funktechnisch mageren Jahre des nächsten Minimums. Das 10m Band ist nicht mehr so häufig offen wie noch vor zwei Jahren und auch das 15m Band hat deutlich nachgegeben.

Schon damals, im November 2013, habe ich darüber geschrieben, dass ein außerordentlich langes Minimum erwartet wird. Dazu wiederum ein Artikel auf der Seite Watts Up With That.

Dies ist übrigens eine Seite, die gegenüber dem anthropogenen Klimawandel kritisch eingestellt ist und die der Sonne mehr Einfluss zuschreibt, als dem vermehrten Ausstoß von CO2 durch die Menschen.

Die Zukunft wird zeigen, wohin die Reise geht.